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Stallupönen ist eine Stadt in der früheren Provinz Ostpreußen, zum Regierungsbezirk Gumbinnen im Kreis Ebenrode gehörig. Im Jahr 1938 wurde die Kreisstadt Ebenrode eingemeindet. Nach 1945 hieß die Stadt Nesterow, die nun im russischen Gebiet Kaliningrad liegt, das seit 1945 zu Russland gehört. Der Name Stallupönen ist litauischen Ursprungs und deutet auf eine Opferstelle am Fluß hin. Friedrich Wilhelm I gründete den Ort im Jahr 1539 als Marktflecken, nahe der litauischen Grenze.

Nach der Pestepidemie in den Jahren 1709 bis 1711 wurde die Gegend mit Nassauern, Franken und Schweizern besiedelt; ebenfalls kam eine große Zahl von Glaubensflüchtlingen aus dem Bistum Salzburg (1731 / 1733) in diese Gegend. Am 26.4.1722 erlangte der Ort Stadtrecht. Es hatten sich Sägewerke, Mühlen und eine Landwirtschaftsmaschinenfabrik angesiedelt. Stallupönen war ab 1717 Garnisonstadt. Bis zum Jahr 1733 war hier das Dragonerregiment von Zieten stationiert. Im 1. Weltkrieg wurde die Stadt im Jahr 1914 erheblich zerstört. Am 17. August 1914 war Stallupönen Schauplatz eines verheerenden Gefechts zwischen dem 1. deutschen Armeekorps und russischen Soldaten. Die russischen Truppen gewannen das Gefecht. Im Jahr 1915 räumte das zaristischen Heer die Stadt.