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Diese Seite wurde akualisiert am 21.5.2017

S p u r e n s u c h e

Inhaltsübersicht:

Wurzeln der Familien Bruchwitz (Brauchwitz) und Brochwitz

Urahn Georg Bruchwitz

Die Schmoldts aus Mecklenburg und dem Bremer Land

Charlotta Schmoldt und ihre Nachfahren in den USA

Über meine hugenottischen Vorfahren aus Nordfrankreich

Wurzeln der Familien Bruchwitz (Brauchwitz) und Brochwitz

Im Zusammenhang mit meinen Vorfahren Bruchwitz habe ich mich mit dem Wappen der von "Brochwicz" beschäftigt. Der Name "Brochwitz" - und jene Familiennamen mit den Umformungen des Namens Brochwitz - war bereits vor mehreren Jahrhunderten zum einen in den Regionen von Posen und Westpreußen (ab 1300 bzw. bis zum 15. Jahrhundert) und zum andern in Niederschlesien (Anfang des 15. Jahrhunderts) sowie in Südbrandenburg (früher Kurfürstentum Sachsen) aufgetaucht.

Wappen der Brochwicz

Abbildung: Wappen der Brochwitz,

Quelle: Wikipedia / Pol COA . Brochwicz.svg . Poznaniak

Um das Jahr 1300 war Polen in sechs unabhängige Herzogtümer zerfallen, und zwar in Kleinpolen, Großpolen, Pommern, Pommerellen, Schlesien und Masowien. Das Herzogtum Großpolen wurde in zwei Verwaltungsbezirke aufgeteilt. Der eine Bezirk hatte seinen Sitz in Posen (Poznan) und der zweite Bezirk war in Kalisch ( Kalisz). Etwa fünfundsiebzig Kilometer südwestlich von Posen gab es einen Ort mit Namen Nialko (Opole), nahe der Kleinstadt Wollstein (Wolsztyn) im späteren Großherzogtum Posen. Dort hatten sich Familien mit dem Namen Brochwitz angesiedelt. Der Geschlechtszweig der von ?Brochwitz? zählte zum Kleinadel, auch Landadel genannt. Doppelnamen wie Brochwitz-Katzki und Brochwitz-Trembeck, die ihren Ursprung im Namen Brochwitz hatten, weisen auf eine westpreußische Herkunft hin. Ein anderer Ursprung des Namens "Brochwitz" war der Name "Brauchewitz". So gab es zum Beispiel eine Wandlung des Namens "von Brauchitsch" - der seine Wurzeln in Niederschlesien hatte.

Im Jahr 1259 wurde urkundlich ein Ritter mit Namen Velislaus auf Chrostnik (Crustenik) erwähnt, der bei Lüben (polnisch - Lublin) als einer der ersten gesiedelt hatte. Ab dem Jahr 1259 gab es den Ort Brauchitschdorf, in der Region Liegnitz in Niederschlesien, und im Jahr 1418 begann schließlich die Stammreihe mit Hans von Brauchitsch, einem Gutsbesitzer auf Oberau. Einige der Familiennamen "„Brochwicz“" (von Brochwitz, Brauchewitz) wurden später unter anderem in die Namen Brauchwitz bzw. von Brauchitsch umgeformt.

14. Jahrhundert: In den Gebieten östlich von Elbe, Saale und Oder war die Deutsche Ostsiedlung in vollem Gange. Fünfundsiebzig Kilometer südwestlich von Posen gab es eine Stadt Wollstein (Wolsztyn), welche im Jahr 1424 die Markrechte erhalten hatte und eine deutsche Stadt nach Magdeburger Stadtrecht geworden war. Nahe der Stadt gab es einen Ort Nialko, wo sich Familien mit dem Namen "Brochwitz" niedergelassen hatten. Bei den "von Brochwitz" handelte es sich um den polnischen Kleinadel, dem viele Familien - auch mit anderem Namen- angehörten und das Brochwitz-Wappen ihrer Familie zugeordnet hatten.

15. Jahrhundert: Nachdem die Marienburg in Westpreußen, Hauptsitz des Deutschen Ordens, im Jahr 1466 an Polnisch-Preußen gefallen war, gingen die deutschen Ritter mit ihren Familien in die Umgebung des Landes Westpreußen oder sie zogen nach Niederschlesien. Die Familien des Geschlechts der Brauchewitz, die das evangelische Bekenntnis hatten, gingen unter anderem nach Lubin, das in der Nähe der Stadt Liegnitz in Niederschlesien liegt. Viele katholische Familien blieben im südlichen Raum von Danzig beziehungsweise in Westpreußen. Nach einer Überlieferung wurde in der "Geschichte der Klein-Katz" - berichtet, daß zwei Ritter mit den Namen Nickel und Jorge Brauchewitz, die ursprünglich aus Niederschlesien stammten, sich in dem polnisch gewordenen Landesteil Westpreußens mit ihren Familien niederließen. Möglicherweise war das der Beginn für die Ahnenreihen der Familien "Brochwitz", "Brauchwitz" und "Bruchwitz".

16. Jahrhundert: Eine der Familien Bruchwitz war nach Pommern gegangen und hatte in Stettin eine neue Heimat gefunden. In der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts um das Jahr 1570 wurde der Urahn Georg Bruchwitz geboren.

Urahn Georg Bruchwitz

Die Herkunft des Namens Bruchwitz läßt sich - mit Georg Bruchwitz - bis zum Jahr 1598 (Berlin-Cölln) zurückverfolgen. Für den Zeitraum um das Jahr 1600 (Stettin) gibt es nach meinen Recherchen keine weiteren Personen mit dem Namen Bruchwitz - mal abgesehen von dem Kasper Bruchowicz aus Przeworsk in Polen, der in einer Publikation erwähnt wurde. Das wahrscheinliche Geburtsjahr unseres Vorfahren Christoffer Bruchwitz, der in Kursachsen geboren sein soll, lag um das Jahr 1680. Zwischen der Person des Georg Bruchwitz (geboren um 1575) und dem Ahnen Christoffer Bruchwitz (geboren um das Jahr 1680) lagen drei oder vier Generationen. Georg Bruchwitz war nachweislich bei zwei Trauerfeiern - der des Kurfürsten von Brandenburg im Februar 1598 - und der des Herzoges von Pommern Johann Friedrich im Februar 1600. Georg Bruchwitz war beim Trauerzug die Begleitperson der jungen, unverheirateten jungen Frau Katharina von Sachsen Lauenburg (im Jahr 1598) und der jungen Frau Magdalena von Eberstein (im Jahr 1600. Ich folgere daraus, daß Georg Bruchwitz als Hofbediensteter und Abgesandter beim Herzog Johann Friedrich von Pommern angestellt gewesen war. In der geschichtlichen Literatur (Preußische Staatsgeschichte) gab es zur Person des Georg Bruchwitz in einer Schrift des Chronisten Angelus (Engel) anläßlich der Trauerfeier des Kurfürsten von Brandenburg einem Bericht beziehungsweise eine Auflistung, wo Georg Bruchwitz erwähnt wurde.


Familien Schmoldt aus dem Bremer Land, Mecklenburg, Berlin und Stettin - meine Vorfahren mütterlicherseits

Paridomus Schmoldt (Smoltes) aus dem Bremer Land

Als entfernter Urahne wird ein Paridomus Smoltes (Schmoldt) im Ahnenportal Genealogy.net in einer Ahnenliste der Schmoldts erwähnt. Danach hatte Paridomus Smoltes einen Sohn mit Namen Stephan Schmoldt gehabt, und jener Stephan wurde ca. 1565 in Rechtenfleth an der Weser (zur Gemeinde Hagen) im Bremer Land geboren. Abbildung: die Weser bei Rechtenfleth 2017 - an einem stürmischen Tag.

Möglicherweise handelt es sich hier um Urahnen Schmoldt, von denen alle geborenen Schmoldts abstammen, beziehungsweise diejenigen Personen, die eine Mutter (Großmutter, etc) mit dem Namen Schmoldt gehabt haben. In welcher Weise es eine Verbindung zu den Schmoldts aus Berlin und Mecklenburg gab, die Ende des 16. Jahrhunderts und des 17. Jahrhunderts lebten, ist zur Zeit Gegenstand meiner Nachforschungen.

Hartwig Schmoldt aus Mecklenburg

Was die Vorfahren meines mütterlichen Zweiges betrifft, gibt es bei den Familien Schmoldt zunehmend Fortschritte bei der Erforschung der Familienzweige mütterlicherseits. Inzwischen wurden nach der Generation meines Urururgroßvaters Friedrich Ferdinand Schmoldt (1792 bis 1862, aus Stettin) weitere Schmoldts in Kirchenbüchern von Mecklenburg, vor allem im Gebiet der Mecklenburgischen Seenplatte, entdeckt. So konnte Ferdinands Vater Joachim Friedrich Schmoldt (geboren 1762) und dessen Vater Martin Jacob - geboren 1736 in Alt Schwerin, nördliche Mecklenburgische Seenplatte sowie dessen Vater - mein Ururururururgroßvater Daniel Schmoldt, der 1730 Eva Dorothea, geborene Brandt geheiratet hatte in Kirchenbüchern ausfindig gemacht werden. Vor allem in den Orten Alt Schwerin und Nossentiner Hütte sowie in Retzow (Rechlin) konnten Schmoldts in den Kirchenbüchern gefunden werden. Ich habe unter anderem einen Hartwig Schmoldt entdeckt, der um das Jahr 1665 geboren wurde und aus Dömitz an der Elbe stammte (Quelle: Kirchenbuch von Dömitz).

Nachfahren der Johanna Charlotta Schmoldt - sie war eine Schwester meines Ururgroßvaters Ludwig Schmoldt (1822-1887) - sowie meiner Vorfahren Schmoldt mit den Zweigen Lefevre und Billau mit den hugenottischen Familienzweigen

Beim Zweig des Ferdinand Schmoldt konnte ich bei einer seiner Töchter bzw. der Schwester des Ludwig Schmoldt (geboren 1822 / mein Ururgroßvater) - der Johanna Charlotta Schmoldt (geboren im Jahr 1819 in Stettin, gestorben 1891) ihre Nachfahren in einem Stammbaum nachverfolgen. Charlotta, geborene Schmoldt war verheiratet mit Julius Eduard Wilhelm Schmoldt (geboren 1815 in Breslau, gestorben 1901), der aus einem bisher nicht ermittelten Schmoldt-Zweig stammte. J. Eduard Wilhelm war der Sohn des Soldaten Carl Schmoldt aus Breslau (geboren um 1790). Im Ahnenportal Ancestry sind die bis heute in den USA lebenden Nachfahren der Charlotta Schmoldt mit ihrer Tochter Wilhelmina (Minni) Schmoldt (1856, Pommern bis 1926, Nebraska, USA) zu finden. Minni hatte einen Konrad Muntz geheiratet und sie waren dann um das Jahr 1888/1890 nach Nebraska ausgewandert. Zwei Familiennamen von heute in den USA lebenden Nachfahren der Johanna Charlotta und ihrer Tochter Wilhelmina sind unter anderem Buddington und Branagan.

Über meine hugenottischen Vorfahren aus Nordfrankreich

Zu den hugenottischen Vorfahren: Ab dem Jahr1685, vor allem im Jahr 1687, wurden Hugenotten und andere Flüchtlinge und Auswanderer (Schweizer und Pfälzer) in der Mark Brandenburg angesiedelt. Dazu gehörten auch unsere Vorfahren mütterlicherseits - die Familie des Antoine Lefevre und die Familien Billau. Mein 7 mal Urgroßvater Antoine Lefevre, geboren in Fleurbaix, Region Nord-Pas-De-Calais (Frankreich) kam mit seiner Frau Marie, geborene Noe und deren Kind Francois (geboren 1680) über Ludwigshafen (Hemshof) in der Pfalz auf Umwegen (Südholland und Hamburg) in den kleinen Ort Bergholz in der Uckermark. Literatur dazu siehe Anhang ... u.a. "Von den Süd-Niederlanden bis Amerika ... From The Southern Netherlands to America - The Long Exodus of the Hugenot, Flemings and Walloons . Francis Devos).

Die Herkunft: Bei der Herkunft und den Wohnorten unserer Vorfahren ist außer dem Land Frankreich - das Herkunftsland der Familien Lefevre und Billau - auch das Land Belgien zu nennen. Dieses Land war, bevor es im Jahr 1830 unabhängig wurde, unter anderem unter der Herrschaft der Vereinten Niederlande, der Habsburgischen und der Spanischen Niederlande. Der Vater von Marie Lefevre, geborene Noe war Jacob Noe, der in Tournai in Belgien im Jahr 1635 geboren wurde. Die Familie Noe zog vor der Geburt der Tochter Marie wohl aufgrund religiöser Verfolgung in die Pfalz (Oppau, Ludwigshafen), wo die Mutter Petronilla Noe, geborene Steculorum ihre Tochter Marie im Jahr 1659 zur Welt brachte.

Zu den Namen Billiou und Barlow: Bei unserem hugenottischen Vorfahren Thomas Billiou (geboren 1570 in Nord-Pas-De-Calais), gestorben 1639 in Cambridge in England) und dessen Ehefrau Ann Aime, geborene Barlow (1573/74 bis 1621/1622) aus England, die in Leiden, Südholland starb, konnten weit zurückreichende Familienzweige ermittelt werden. Es fällt auf, daß der Name Billiou - in Stammbäumen oder auch in Quellen - ersetzt wird durch den Namen Barlow (Barlowe). Häufig ist dies bei der Person der Abigail, geborene Billiou zu finden, deren Mutter eine geborene Barlow war. Abigail hatte am 22. Oktober 1622 ihren Mann John Dunham geheiratet und war mit iihm und der jungen Familie Anfang der 1630er Jahre nach Amerika ausgewandert. Ihrem Vater Thomas Billiou wurde - vielleicht sogar ganz bewußt - der Nachname Barlow gegeben. Wenn man zu Grunde legt, daß es bei den hugenottischen Glaubensflüchtlingen Fluchtbewegungen nach Holland und England gegeben hatte, war ein Namenswechsel durchaus nachvollziehbar - mit einem anderen Namen konnte man nicht so schnell als verfolgter Flüchtling entdeckt werden.

Quellen: Genealogie-Portal Ancestry .. http://www.ancestry.de - mit einer umfangreichen Datenbank mit vielen Einträgen in Kirchenbüchern, Mikroverfilmungen und Stammbäumen.


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