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Wappen der Brochwicz

Abb: Wappen der Brochwitz

Quelle: Wikipedia/Pol COA . Brochwicz.svg/Poznaniak


S p u r e n s u c h e

Die Familien Bruchwitz (Brauchwitz, Brochwitz) sowie Schmoldt (Schmold, Smolt)

Mitte des 13. Jahrhunderts: Ein Ritter mit Namen Velislaus auf Chrostnik (Crustenik) wurde urkundlich erwähnt im Jahr 1259. Er war einer der ersten, die sich in Lüben (polnisch - Lublin) angesiedelt hatten. Etwa ab 1259 gab es einen Ort Brauchitschdorf in der Region Liegnitz in Niederschlesien. Ab dem Jahr 1418 gründete sich die Stammreihe mit Hans von Brauchitsch, einem Gutsbesitzer auf Oberau in Schlesien. Siehe dazu eine Geschichte über die Familien Brochwitz aus Danzig . Es lebten auch einige mit dem Familiennamen "?Brochwicz?" (von Brochwitz, Brauchewitz) in der Gegend. Einige Nachnamen wurden z. B. in die Namen Brauchwitz bzw. von Brauchitsch umgeformt.

Bei der Suche nach meinen Vorfahren Bruchwitz habe ich das Wappen derer von "Brochwicz" entdeckt. Die Suche führte in das heutige Polen. Der Name "Brochwitz" und jene Familiennamen mit den Umformungen des Namens Brochwitz gab es bereits vor mehreren Jahrhunderten, zum einen in den Regionen Westpreußen - ab 1300 bzw. bis zum 15. Jahrhundert - sowie in Niederschlesien (Anfang des 15. Jahrhunderts), als auch in Südbrandenburg und in Ost-Thüringen (die zwei letztgenannten gehörten früher einmal zum Land Sachsen).

Anmerkung: Das obige Wappen der Brochwitz aus Polen zeigt einen roten springenden Hirsch. Das Wappen derer von Brauchitsch zeigt einen schwarzen Hirsch mit rotem Geweih. Die Familie von Brauchitsch ist ein altes schlesisches Adelsgeschlecht und stammte urprünglich aus der heutigen Region der Stadt Lublin (deutsch: Lüben). Über den Namen Brauchitsch bildeten sich im 14. Jahrhundert verwandte Familienzweige mit den Namen Brochwitz (Brochwicz) und Brauchewitz.

Die Gemeinde Kospoda (Ost-Thüringen) hat ebenfalls einen Hirsch in seinem Wappen. Dies hat allerdings seinen Ursprung darin, dass es in Kospoda einmal eine Familie mit dem Namen "Hirsch" gab. Das Wappen für den ehemals selbständigen kleinen Ort Burgwitz - heute Ortsteil von Kospoda - ist bzw. war das Blatt eines Lindenbaumes.

Meine Vorfahren väterlicherseits

Ende 13 Jahrhunderts: Am 1. Mai 1294 wurde das Dorf Burgwitz (Ost-Thüringen), das früher einmal Bruchwitz und Brochwitz hieß, urkundlich erstmalig erwähnt. Zu den ersten Siedlern müßten die Familien Bruchwitz und Brochwitz gehört haben. Für den heutigen Ort Burgwitz (jetzt ein Ortsteil von Kospoda) gab es auch einmal die Namen "Brugwitz" und "Borchwitz" (um 1800). Der Ortname Burgwitz ("Brochwitz" im Jahr 1324) bzw. Bruchwitz ist für mich ein Hinweis darauf, daß dort einmal vor langer Zeit auch Familien mit dem Namen "Brochwitz" bzw. "Bruchwitz" gewohnt hatten. Die Forschungen zum Zusammenhang von Familienname (Bruchwitz und Brochwitz) mit dem Ort "Burgwitz" werden von mir fortgesetzt. Zur Ersterwähnung des Ortes Burgwitz - Quelle: Ersterwähnung Thüringer Städte und Dörfer, Verlag Rockstuhl, Wolfgang Kahl, Ausgabe 2016 / Landesarchiv Thüringen, Hauptstaatsarchiv Weimar, Orginalurkunde (1294).

15. Jahrhundert: Nachdem die Marienburg in Westpreußen, Hauptsitz des Deutschen Ordens, im Jahr 1466 an Polnisch-Preußen gefallen war, gingen die deutschen Ritter mit ihren Familien in die Umgebung des Landes Westpreußen oder sie zogen nach Niederschlesien. Die Familien des Geschlechts der Brauchewitz, die das evangelische Bekenntnis hatten, gingen unter anderem nach Lubin, das in der Nähe der Stadt Liegnitz in Niederschlesien liegt. Viele katholische Familien blieben im südlichen Raum von Danzig beziehungsweise in Westpreußen. Nach einer Überlieferung wurde in der "Geschichte der Klein-Katz" - berichtet, daß zwei Ritter mit den Namen Nickel und Jorge Brauchewitz, die ursprünglich aus Niederschlesien stammten, sich in dem polnisch gewordenen Landesteil Westpreußens mit ihren Familien niederließen.

In der Region Ost-Thüringen, etwas südlich der Kleinstadt Neustadt an der Orla, bildete sich im Jahre 1425 in Kospoda die Stammreihe der von Kospoth, die mit dem preußischen Rittmeister und Fideikommissherrn Carl von Kospoth auf Schilbach und Seubtendorf begann. Zunächst gab es in dem heutigen Ort Kospoda ein Rittergut. Die erste urkundliche Erwähnung von Kospoda war im Jahr 1120. Den Ortsteil "Burgwitz" gibt es laut urkundlicher Erwähnung seit dem 1. Mai 1294.

16. Jahrhundert: Etwas südlich von Neustadt an der Orla liegt der Ort Kospoda. Die heutigen Ortsteile von Kospoda sind "Burgwitz" (seit 1294) und Meilitz (seit 1320) . Vor über einhundert Jahren hatte der kleine Ort Burgwitz einmal die Namen "Brochwitz" und auch einmal "Bruchwitz". Anfang des 19. Jahrhunderts hatte Burgwitz den Namen "Borchwitz". Vom Wort her gesehen ist "Burgwitz" eine Mischform vom Slawischen (die Endung -witz) und dem Deutschen (das Wort Burg).

Es gab Familien mit dem Namen "?Brochwitz"?, die sich um das Jahr 1600 in der Elbe-Elster Region in Südbrandenburg angesiedelt hatten, und zwar in dem kleinen Ort Jesnigk, etwas nördlich von einem Nebenfluß der Elbe, der Schwarzen Elster. Es entwickelten sich dort mehrere Familienzweige mit dem Namen"Brochwitz". Nachfahren dieser Familienzweige leben heute in Deutschland (z. B. in Württemberg).

Georg Bruchwitz In der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts, um das Jahr 1570, wurde der Urahn Georg Bruchwitz geboren. Die Herkunft des Georg Bruchwitz läßt sich bis zum Jahr 1598 (Berlin-Cölln) zurückverfolgen. Georg Bruchwitz war nachweislich bei zwei Trauerfeiern - der des Kurfürsten von Brandenburg im Februar 1598, und der des Herzoges von Pommern Johann Friedrich im Februar des Jahres 1600. Georg Bruchwitz war zusammen mit Wilhelm von Kleist beim Begräbnis in Berlin-Cölln Begleitperson der jungen, unverheirateten jungen Frau Katharina von Sachsen Lauenburg , die eine Tochter des Herzoges Franz II. von Sachsen Lauenburg war [Leichenschrift aus dem Jahr 1598 / Fußnote 1.)]. Ebenfalls nahm Georg (von) Bruchwitz an der Trauerfeier des Herzogs Johann Friedrich von Pommern im Jahr 1600 teil, wo er das seinerzeit zehnjährige Mädchens Magdalena von Eberstein (1588-1663) begleitet hatte, die eine Tochter des Grafen Wolfgang von Eberstein-Naugard (+ 1592) und dessen Frau Anna zur Lippe (1551-1613) war. [2.)]. Aus den oben genannten Schriften folgere ich, daß Georg Bruchwitz ein Hofbeamter bzw. Abgesandter des Herzogs Johann Friedrich von Pommern gewesen war.


Meine Vorfahren mütterlicherseits

Jean Billaud - die Hugenottische Vorfahren aus Nordfrankreich

Ende des 16. Jahrhunderts, um 1580 wurde ein Jean Billaud in Wicres, Region Nord-Pas-De-Calais in Nordfrankreich geboren. Sein gleichnamiger Sohn Jean wurde im Jahr 1620 auch in Wicres geboren. Mitte des 17. Jahrhunderts verließ Jean Billaud seine Heimat und machte sich auf in Richtung Pfalz. Von dort wanderte schließlich aus nach Plöwen in die Uckermark und ließ sich dort mit seiner Frau Anne, geb. Dufosse nieder. Mit etwa 95 Jahren starb Jean Billaud in dem seinerzeit Brandenburgischen Lande.

Familien Schmoldt aus dem Bremer Land, Mecklenburg, Berlin und Stettin

Familien Schmoldt aus dem Bremer Land, Berlin, Mecklenburg und Baden-Württemberg im 16. Jahrhundert bis heute

Nach der Generation meines Urururgroßvaters Friedrich Ferdinand Schmoldt (1792 bis 1862, Stettin), der mir als Vorfahre seit längerer Zeit bekannt ist, wurden weitere Schmoldts in Kirchenbüchern von Mecklenburg, vor allem im Gebiet der Mecklenburgischen Seenplatte, entdeckt. So konnte Ferdinands Vater Joachim Friedrich Schmoldt (geboren 1762) und dessen Vater Martin Jacob - geboren 1736 in Alt Schwerin, nördliche Mecklenburgische Seenplatte sowie dessen Vater - mein Ururururururgroßvater Daniel Schmoldt - 1730 mit Eva Dorothea, geborene Brandt verheiratet, in Kirchenbüchern ausfindig gemacht werden. Vor allem in den Orten Alt Schwerin und Nossentiner Hütte sowie in Retzow (Rechlin) konnten Schmoldts in den Kirchenbüchern gefunden werden. Ich habe unter anderem einen Hartwig Schmoldt entdeckt, der um das Jahr 1665 geboren wurde und aus Dömitz an der Elbe stammte (Quelle: Kirchenbuch von Dömitz).

Als entfernte Urahnen der Schmoldts, die wohl Mitte des 16. Jahrhunderts noch Smolt hießen, habe ich folgenden Personen ausgemacht:

1) Paridomus Smoltes (Schmoldt), ist der Stammvater der Schmoldts aus der Elbe-Weser-Region. Paridomus Schmoldt (Smoltes) hatte einen Sohn mit Namen Stephan Schmoldt, und jener Stephan wurde um das Jahr 1565 in Rechtenfleth an der Weser (zur Gemeinde Hagen) im Bremer Land im heutigen Bundesland Niedersachen geboren. Quelle: Ahnenportal Genealogy.net

2) In meinen neueren Nachforschungen habe ich im Kirchenbuch der Evangelischen Kirche von Alt-Berlin, Pfarramtsbezirk Nikolaikirche, einen Peter Schmoldt - geboren um das Jahr 1560 ausgemacht. Laut Eintrag im Kirchenbuch der Evangelischen Nikolaikirche von Berlin hatte Peter Schmoldt eine Tochter mit Namen Anna, die am 23. Juli 1583 in der Nikolaikirche in Berlin-Mitte getauft worden war, Quelle: Kirchenbuch der Nikolaikirche in Berlin, Einsicht über Ancestry, Kirchenbücher Berlin, Taufen 1583-1639 digital, Seite 16.

Der Vater des Peter Schmoldt war wohl Michael Schmoldt, der um das Jahr 1538 - wahrscheinlich im Lande Württemberg - geboren wurde. Jener Michael Schmoldt, der im Evangelischen Kirchenbuch von Kirchheim / Weilheim mit dem Nachnamen Smolt zu finden ist, war verheiratet mit einer Barbara, deren Geburtsname mir allerdings nicht bekannt ist. Die Eheleute hatten eine Tochter namens Agnes, die nachweislich am 14. April 1583 in Kirchheim, Weilheim unter der Teck in Württemberg, heute zugehörig zur Region Stuttgart, geboren wurde. Im Evangelischen Kirchenbuch von Kirchheim bzw. Weilheim ist sie über das Ancestry-Portal zu finden.

Ein möglicher Sohn des Peter Schmoldt hieß Michael, der wohl der Urahn für die Nachfahren aus der Berliner bzw. Mecklenburger Linie der Schmoldt-Familien war. Einer seiner Brüder war ein Jacob Schmoldt, der um das Jahr 1559 in Berlin geboren wurde.

3) In Kirchenbüchern von Orten und Städten in Württemberg hatte ich im August 2017 den dritten großen Zweig der Familien Schmoldt erforscht. Mitte des 16. Jahrhunderts lebten dort in der Region der heutigen Großstadt Stuttgart unter anderem ein Hans Bernhard Schmoldt (geboren um 1540 in Württemberg), einer der württembergischen Stammväter, über den sich mehrere Familienzweige in Württemberg gebildet hatten.

4) In Württemberg gab es dann noch einen weiteren Stammvater mit dem Namen Hall Schmoldt, der eine eigene (die zweite) württembergische Linie bildete.

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Quellen: Die Genealogie-Portale "Ancestry" und "FamilySearch"

Fußnoten / Quellen zu Georg Bruchwitz: 1.) Allgemeine Preussische Staatsgeschichte, samt aller dazu gehörigen Königreichs, Churfürstenthums, Herzogthümer, Fürstenthümer, Graf- und Herrschaften, aus bewährten Schriftstellern und Urkunden bis auf gegenwärtige Regierung ... / Autor des Buches: Karl Friedrich Pauli / Verfasser der Leichenschrift: Andreas Angelus, 1598) In der Literatur (Preußische Staatsgeschichte ... ) gab es zur Person des Georg Bruchwitz in einer Schrift des Chronisten Angelus, auch Engel - siehe dazu Seite 289 / 291 - anläßlich der Trauerfeier des Kurfürsten von Brandenburg eine Auflistung aller Teilnehmer der Trauerfeier, wo auch ein Georg (von) Bruchwitz genannt wurde.

2.) Literatur: Leichpredigten, Gehalten bey der Fürstlichen Leiche unnd Begrebnis Des Kurfürsten von Brandenburg ... , S. 156 unten (digital S. 159), Verfasser der Schrift war Jacob Faber (1600).

Anmerkung: Die Schreibweise der Schriften aus den Jahren 1598 und 1600 wurde von mir wörtlich übernommen (z.B. das Wort "bey" u.a.)

Dieses Kapitel wurde aktualisiert im Juni 2018



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