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S p u r e n s u c h e

Wurzeln der Familien Bruchwitz (Brauchwitz) und Brochwitz

Im Zusammenhang mit meinen Vorfahren Bruchwitz - väterlicherseits - habe ich mich mit dem Wappen der von "Brochwicz" beschäftigt. Der Name "Brochwitz" - und jene Familiennamen mit den Umformungen des Namens Brochwitz - war bereits vor mehreren Jahrhunderten zum einen in den Regionen von Posen und Westpreußen (ab 1300 bzw. bis zum 15. Jahrhundert) und zum andern in Niederschlesien (Anfang des 15. Jahrhunderts) sowie in Südbrandenburg (früher Kurfürstentum Sachsen) aufgetaucht.

Um das Jahr 1300 war Polen in sechs unabhängige Herzogtümer zerfallen, und zwar in Kleinpolen, Großpolen, Pommern, Pommerellen, Schlesien und Masowien. Das Herzogtum Großpolen wurde in zwei Verwaltungsbezirke aufgeteilt. Der eine Bezirk hatte seinen Sitz in Posen (Poznan) und der zweite Bezirk war in Kalisch ( Kalisz). Etwa fünfundsiebzig Kilometer südwestlich von Posen gab es einen Ort mit Namen Nialko (Opole), nahe der Kleinstadt Wollstein (Wolsztyn) im späteren Großherzogtum Posen. Dort hatten sich Familien mit dem Namen Brochwitz angesiedelt. Der Geschlechtszweig der von Brochwitz zählte zum Kleinadel, auch Landadel genannt. Doppelnamen wie Brochwitz-Katzki und Brochwitz-Trembeck, die ihren Ursprung im Namen Brochwitz hatten, weisen auf eine westpreußische Herkunft hin. Ein anderer Ursprung des Namens "Brochwitz" war der Name "Brauchewitz". So gab es zum Beispiel eine Wandlung des Namens "von Brauchitsch" - der seine Wurzeln in Niederschlesien hatte.

Wappen der Brochwicz

Abb: Wappen der Brochwitz

Quelle: Wikipedia / Pol COA . Brochwicz.svg . Poznaniak

Im Jahr 1259 wurde urkundlich ein Ritter mit Namen Velislaus auf Chrostnik (Crustenik) erwähnt, der bei Lüben (polnisch - Lublin) als einer der ersten gesiedelt hatte. Ab dem Jahr 1259 gab es den Ort Brauchitschdorf, in der Region Liegnitz in Niederschlesien, und im Jahr 1418 begann schließlich die Stammreihe mit Hans von Brauchitsch, einem Gutsbesitzer auf Oberau. Einige der Familiennamen "„Brochwicz“" (von Brochwitz, Brauchewitz) wurden später unter anderem in die Namen Brauchwitz bzw. von Brauchitsch umgeformt.

14. Jahrhundert: In den Gebieten östlich von Elbe, Saale und Oder war die Deutsche Ostsiedlung in vollem Gange. Fünfundsiebzig Kilometer südwestlich von Posen gab es eine Stadt Wollstein (Wolsztyn), welche im Jahr 1424 die Markrechte erhalten hatte und eine deutsche Stadt nach Magdeburger Stadtrecht geworden war. Nahe der Stadt gab es einen Ort Nialko, wo sich Familien mit dem Namen "Brochwitz" niedergelassen hatten. Bei den "von Brochwitz" handelte es sich um den polnischen Kleinadel, dem viele Familien - auch mit anderem Namen- angehörten und das Brochwitz-Wappen ihrer Familie zugeordnet hatten.

15. Jahrhundert: Nachdem die Marienburg in Westpreußen, Hauptsitz des Deutschen Ordens, im Jahr 1466 an Polnisch-Preußen gefallen war, gingen die deutschen Ritter mit ihren Familien in die Umgebung des Landes Westpreußen oder sie zogen nach Niederschlesien. Die Familien des Geschlechts der Brauchewitz, die das evangelische Bekenntnis hatten, gingen unter anderem nach Lubin, das in der Nähe der Stadt Liegnitz in Niederschlesien liegt. Viele katholische Familien blieben im südlichen Raum von Danzig beziehungsweise in Westpreußen. Nach einer Überlieferung wurde in der "Geschichte der Klein-Katz" - berichtet, daß zwei Ritter mit den Namen Nickel und Jorge Brauchewitz, die ursprünglich aus Niederschlesien stammten, sich in dem polnisch gewordenen Landesteil Westpreußens mit ihren Familien niederließen. Möglicherweise war das der Beginn für die Ahnenreihen der Familien "Brochwitz", "Brauchwitz" und "Bruchwitz".

16. Jahrhundert: Eine der Familien Brochwitz (Bruchwitz) war nach Pommern gegangen und hatte in Stettin eine neue Heimat gefunden. Sie hatten sich in dieser Gegend statt des Namens „Brochwitz“ den Namen „Bruchwitz“ gegeben. In der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts um das Jahr 1570 wurde der Urahn Georg Bruchwitz geboren. Die meisten Familien mit dem Namen „Brochwitz“, von denen ich heute Daten und Informationen habe, siedelten sich um das Jahr 1600 in der Elbe-Elster Region in Südbrandenburg an, etwas nördlich der Schwarzen Elster gelegen, einem Nebenfluß der Elbe. Es entwickelten sich mehre Familienzweige, und jene Brochwitz leben heute noch in Deutschland. Eine der Familien Bruchwitz war nach Pommern gegangen und hatte in Stettin eine neue Heimat gefunden. In der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts um das Jahr 1570 wurde der Urahn Georg Bruchwitz geboren.

Urahn Georg Bruchwitz Die Herkunft des Namens Bruchwitz läßt sich - mit Georg Bruchwitz - bis zum Jahr 1598 (Berlin-Cölln) zurückverfolgen. Für den Zeitraum um das Jahr 1600 (Stettin) gibt es nach meinen Recherchen keine weiteren Personen mit dem Namen Bruchwitz - mal abgesehen von dem Kasper Bruchowicz aus Przeworsk in Polen, der in einer Publikation erwähnt wurde. Das wahrscheinliche Geburtsjahr unseres Vorfahren Christoffer Bruchwitz, der in Kursachsen geboren sein soll, lag um das Jahr 1680. Zwischen der Person des Georg Bruchwitz (geboren um 1575) und dem Ahnen Christoffer Bruchwitz (geboren um das Jahr 1680) lagen drei oder vier Generationen. Georg Bruchwitz war nachweislich bei zwei Trauerfeiern - der des Kurfürsten von Brandenburg im Februar 1598 - und der des Herzoges von Pommern Johann Friedrich im Februar 1600. Georg Bruchwitz war beim Trauerzug die Begleitperson der jungen, unverheirateten jungen Frau Katharina von Sachsen Lauenburg (im Jahr 1598) und der jungen Frau Magdalena von Eberstein (im Jahr 1600. Ich folgere daraus, daß Georg Bruchwitz als Hofbediensteter und Abgesandter beim Herzog Johann Friedrich von Pommern angestellt gewesen war. In der geschichtlichen Literatur (Preußische Staatsgeschichte) gab es zur Person des Georg Bruchwitz in einer Schrift des Chronisten Angelus (Engel) anläßlich der Trauerfeier des Kurfürsten von Brandenburg einem Bericht beziehungsweise eine Auflistung, wo Georg Bruchwitz erwähnt wurde.


Familien Schmoldt aus dem Bremer Land, Mecklenburg, Berlin und Stettin - meine Vorfahren mütterlicherseits

Familien Schmoldt aus dem Bremer Land, Berlin, Mecklenburg und Baden-Württemberg im 16. Jahrhundert bis heute

Was die Vorfahren meines mütterlichen Zweiges betrifft, gibt es bei den Familien Schmoldt neue Erkenntnisse bei der Erforschung meiner Familienzweige mütterlicherseits. Inzwischen wurden nach der Generation meines Urururgroßvaters Friedrich Ferdinand Schmoldt (1792 bis 1862, aus Stettin) weitere Schmoldts in Kirchenbüchern von Mecklenburg, vor allem im Gebiet der Mecklenburgischen Seenplatte, entdeckt. So konnte Ferdinands Vater Joachim Friedrich Schmoldt (geboren 1762) und dessen Vater Martin Jacob - geboren 1736 in Alt Schwerin, nördliche Mecklenburgische Seenplatte sowie dessen Vater - mein Ururururururgroßvater Daniel Schmoldt, der 1730 Eva Dorothea, geborene Brandt geheiratet hatte in Kirchenbüchern ausfindig gemacht werden. Vor allem in den Orten Alt Schwerin und Nossentiner Hütte sowie in Retzow (Rechlin) konnten Schmoldts in den Kirchenbüchern gefunden werden. Ich habe unter anderem einen Hartwig Schmoldt entdeckt, der um das Jahr 1665 geboren wurde und aus Dömitz an der Elbe stammte (Quelle: Kirchenbuch von Dömitz).

Als entfernten Urahne habe ich einen Paridomus Smoltes (Schmoldt) im Ahnenportal Genealogy.net in einer Ahnenliste der Schmoldts entdeckt. Paridomus Schmoldt (Smoltes) hatte einen Sohn mit Namen Stephan Schmoldt, und jener Stephan wurde ca. 1565 in Rechtenfleth an der Weser (zur Gemeinde Hagen) im Bremer Land im heutigen Bundesland Niedersachen geboren. Nach meinen neueren Nachforschungen gab es in Berlin einen Peter Schmoldt - geboren um das Jahr 1560. Laut Eintrag im Kirchenbuch der Nikolaikirche in Berlin hatte Peter Schmoldt eine Tochter mit Namen Anna, die am 23. Juli 1583 in der Nikolaikirche in Berlin-Mitte getauft worden war, Quelle: Kirchenbuch der Nikolaikirche in Berlin, Einsicht über Ancestry, Kirchenbücher Berlin, Taufen 1583-1639 digital, Seite 16.

Ein Sohn des Peter Schmoldt hieß Michael, und ein Bruder von Peter Schmoldt war Jacob Schmoldt, der um das Jahr 1559 in Berlin geboren wurde.

In Kirchenbüchern von Orten und Städten in Württemberg hatte ich im August 2017 den dritten großen Zweig der Familien Schmoldt weiter erforscht. Mitte des 16. Jahrhunderts lebten dort im Raum Stuttgart unter anderem ein Hans Bernhard Schmoldt (geboren um 1540 in Württemberg), einer der württembergischen Stammväter, über den sich mehrere Familienzweige in Württemberg gebildet hatten.



Die Seite wurde aktualisiert am 17.9.2017


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