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Vorwort

Die in den Anfängen erwähnten Familiennamen meiner Ahnen waren "von Brauchicz", "von Brauchwitz" sowie "von Brauchschütz". Schließlich setzte sich der Name "von Brauchitsch" durch. Die Familien "von Brauchitsch" hatten überwiegend in den Regionen von Liegnitz, polnisch Legnica und Lubin (Lüben, Niederschlesien) gelebt. Georg von Bruchwitz (von Brauchitsch) war Pommerscher Rat beim Herzog Johann Friedrich gewesen. Georg wurde im Jahr 1517 in Niederschlesien als Sohn der Hedwig, geborene von Dornheim und des Hieronymus von Brauchitsch geboren. Georg von Bruchwitz wurde in der niederschlesischen Schrift "Schlesische Curiositäten ..." . J. Sinapius, Seite 295 erwähnt. Sein Eltern Hieronymus von Brauchitsch und Hedwig, geborene von Dornheim wurden in jener alten niederschlesischen Schrift auf der Seite 294 genannt. Vor über vierhundert Jahren war Georg von Bruchwitz in Diensten des Herzogs von Pommern gewesen. Eines seiner Aufgabenbereiche war die Tätigkeit als Gerichtsbeirat. Er war in den 1580er und 1590er Jahren als einer von drei Gerichtsberatern am Stargarder Hofgericht tätig mit dem Zuständigkeitsbereich des Schuldnerwesens. Daten zu Georg von Bruchwitz´ ("Bruchuitz") Augabenbereich beim Hofgericht sind im Pommerschen Staatsarchiv unter "Bruchwitz, Jürgen" eingetragen.

Der in Oberau in Niederschlesien geborene Georg von Bruchwitz (Brauchitsch) war der Stammvater aller "von Brauchitsch". Mit dem Nachfahren Petrus von Bruchisch (1288) folgten noch viele derer von Brauchitsch (und Bruchwitz). Um das Jahr1400 bildeten sich mit vier Brüdern "von Brauchitsch" die Zweige derer von Brauchitsch, von denen es heute noch einen Zweig in der männlichen Linie (über Thamme von Brauchitsch) gibt, und über eine zweite Linie mit Peter von Brauchitsch es Nachfahren mit einem anderen Familiennamen gibt.

In einer zweiten sächsischen Linie setzte sich der Name "Bruchwitz" mit Christoffer Bruchwitz (Bruckewitz) durch. Als der Sachse Christoph (Christoffer) Bruckewitz um 1713 von Erfurt nach Schwedisch-Vorpommern kam, trat er als Söldner in die schwedische Armee ein. Nach der Schlacht bei Stresow auf Rügen wurde er gefangengenommen und in Stralsund inhaftiert (siehe „Theatri Europaei, Friedens- und Kriegsbeschreibung"). Die Dänischen, Preußischen und Sächsischen Truppen hatten im Nordischen Krieg gegen die Schweden die Oberhand bekommen. Nach dem Ende der Kampfhandlungen im Dezember 1715 war Christoffer Bruchwitz wieder ein freier Mann, und er wurde Zivilist. Christoffer siedelte am Burgwall bei Rothemühl in Vorpommern und arbeitete als Heideläufer und Holzfäller. Anfang Dezember 1719 heiratete er seine Frau Elisabeth, geborene Lück. Christoffer starb im Jahr 1737 in Vorpommern.

Bei meinen Vorfahren mütterlicherseits - Schmoldt entwickelte sich über meine Urgroßmutter Louise Schmoldt, geborene Lefevre, der recht interessante Familienzweig der Familien Billau (Billiou). Louise Schmoldt hatte eine Mutter namens Rachel Lefevre, und diese war eine geborene Billau. Der französisch-deutsche Familienzweig Billau, der anfangs auch die Namen "Billiou" und "Billaud" hatte, entwickelte sich ab der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts von dem in Nordfrankreich gebürtigen Jean Billaud über mehrere Zweige weiter bis Isaak Jakob Billau (geboren 1746) und dessen Tochter Rachel (geboren 1790), die Pierre Lefevre aus Stettin geheiratet hatte.

Die vor dem Jahr 1550 lebenden Familien Billau und Billiou hatten verschiedene Nachnamen wie Baeljou, Billiou, Barlow, Belew und Barley. Es gab auch noch die Namensvariationen "Bellew" und "Balleau", Bailiou und Ballow, die sich aus der französischen Sprache herleiten lassen. "Bel ewe" (für den Namen Bellew) ist altnormannisches Französisch für "Good Water" bzw. "Gutes Wasser". In der modernen französischen Sprache heißt "Gutes Wasser" "Bel eau". Der Name "Bellew" (Billiou) stammte ursprünglich aus dem Norden Frankreichs. Die Familien sollen laut einem Familienforscher ursprünglich einmal in der Normandie gelebt haben, und waren in der Zeit der normannischen Invasion in England durch Wilhelm dem Eroberer in der Zeit um das Jahr 1066 nach England gekommen. Die Familien Billiou, die sich in England zunächst "Barley" oder "Barlow" nannten, siedelten in den "Midlands" in der Grafschaft Derbyshire. Ahnen BILLIOU

Die Billiou-Familien lebten nach 1550 in Nordfrankreich im heutigen Departement Nord-Pas-De-Calais, das zur Region Hauts-De-Frances gehört. Meine Ahnen kamen aus dem Großraum der heutigen Großstadt Lille aus dem Dorf Wicres. Thomas Billiou (Barlow) lebte einige Zeit dort, bis durch die religiösen Verfolgungen der französischen Protestanten (Hugenotten) in Frankreich ein Wohnortwechsel erforderlich wurde. Der letzte in England wohnende Vorfahre Thomas Billiou (Barlowe), der im Mai 1563 in London geboren wurde, starb im Jahr 1621 England. Die nächste Generation wie die Söhne Jean und Pierre sowie die Töchter Abigail und Ann gingen nach Südholland. Sie ließen sich zunächst in der Stadt Leiden nieder. Dort waren sie vor den religiösen Verfolgungen sicher. Pierre Billiou und seine Schwester Abigail wanderten mit ihren jungen Familien nach Amerika aus.


Quellen zu von Brauchitsch / von Bruchwitz:

. Schlesische Curiositäten - Die ansehnlichen Geschlechter des schlesischen Adels. Von edlen Rittern und löblichen Voreltern. Autor: Johannes Sinapius . 1720 . Druckerei Fleischer Leipzig.

. Neues Allgemeines Adelslexikon - Im Vereine mit mehreren Historikern, Herausgeber Prof. Dr. Ernst Heinrich Kneschke, Zweiter Band, Leipzig. Friedrich Voigt, 1860.

. Historisch- und Geographisches Allgemeines Lexikon, Zweiter Band, Johannes Christ, 1742.

. Beiträge zur Geschichte der Stadt Lüben - Konrad Klose, 1924.

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Digitale Version 2000 bis 2020 . Heiner Bruchwitz , überarbeitete Version des Vorwortes, 26. Dezember 2020


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