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VORWORT zur FAMILIENCHRONIK

Die folgende Familienchronik beschreibt meine väterliche Seite der Familie Bruchwitz aus Vorpommern, Pommern und Berlin mit den Zweigen Schumacher, Herrmann und Zutz sowie meine mütterliche Seite mit den Familien Schmoldt aus Mecklenburg, Stettin, Berlin und Brandenburg und den Zweigen Gubbe, Müller und Krüger. Die Familienchronik beginnt mit meinen Vorfahren Bruchwitz - väterlicherseits. Die Vorfahren mütterlicherseits werden von mir mit dem Zweig Schmoldt, den Zweigen meiner hugenottischen Vorfahren Lefevre und Billau (Billaud) und den Zweigen Gubbe, Müller und Krüger dargestellt.

Die Vorfahren Bruchwitz

Ein großes Thema in der Chronik ist für mich die Herkunft aller Bruchwitz und ihre eigentlichen Wurzeln. Da ist zum einem der Aspekt, daß es einen Zusammenhang geben müßte zwischen dem Familiennamen "Bruchwitz" und einem Ort, der vor vielen Jahren einmal "Bruchwitz" hieß. Südlich der Kleinstadt Neustadt an der Orla in Ost-Thüringen liegt der Ort Kospoda mit dem Ortsteil Burgwitz, der auch einmal die Namen "Brugwitz", "Bruchwitz", "Brochwitz" und "Borchwitz" hatte. Der Ort liegt in einer Region des ehemaligen Sachsen. Fortsetzung siehe Fußmote 1)

Ein besonderes Thema sind für mich zur Zeit die Nachforschungen zu den "Ur-Zweigen" der Bruchwitz und Brochwitz mit ihren ersten Wurzeln. Konkret betrifft das die Familien mit den Namen Brauchwitz, Brochwitz, Brauchicz (von Brauchitsch) und Bruchwitz. Ich forsche zur Zeit - über das Internet - in den Regionen von Liegnitz und Lüben (Lubin) in Niederschlesien, in der Region des alten Westpreußen, Raum Stadt Danzig sowie bei der Kleinstadt Wolsztyn (deutsch: Wollstein) mit dem heutigen Ortsteil Nialek Wielki (Nialko), südwestlich von Poznan (Posen) in Polen gelegen. Näheres zu der Thematik kann im Kapitel "Spurensuche" nachgelesen werden.

Weitgehend von mir erforscht wurden bereits die vier Linien Bruchwitz bis zum Stammvater der vorpommerschen Bruchwitz, Christoffer Bruchwitz, der nach dem Jahr 1710 von Sachsen beziehungsweise von Erfurt nach Rothemühl in Vorpommern ausgewandert war. Als Quelle dazu ist das Bürgerbuch der Stadt Erfurt zu nennen. Dort sind unter anderen der Vorfahre Christoffer Bruchwitz - mit dem Namen Toffel Bruchwitz - und sein Untermieter namens Botha zu finden. Der Eintrag verweist auf das Jahr 1711, als jener Bruchwitz vor dem Johannistor in Erfurt gewohnt hatte. Eintragungen erfolgten für diejenigen Personen, die als Bürger in der Stadt lebten. Nicht rechtschaffende Menschen, aber auch adelige Personen wurden nicht in ein solches Buch bzw. entsprechenden Listen eingetragen.

Die vier Söhne des Joh. Christoph Bruchwitz, Sohn des Christoffer Bruchwitz, und seiner Frau Elisabeth, geborene Tegge hießen:

1) Christian Friedrich Bruchwitz, geboren am 9. 10. 1760 in Heinrichswalde in Vorpommern

2) Michael Heinrich Bruchwitz, geboren 4. 1. 1764 in Heinrichswalde (Vorpommern)

3) Johann Friedrich Bruchwitz, geboren 3. 7. 1769 in Heinrichswalde (Vorpommern)

4) Johann Christoph Bruchwitz, geboren am 24. 4. 1772 in Heinrichswalde (Vorpommern)

Mein Vorfahre Johann Friedrich Bruchwitz war der drittgeborene Sohn des Johann Christoph Bruchwitz (1726-1774) und dessen zweiter Ehefrau Dorothea Elisabeth, geborene Tegge (1730-1795). Die Vorfahren Johann Friedrich Bruchwitz und dessen Ehefrau Maria, geborene Köchle (Köchler) hatten einen Sohn, der August Wilhelm Daniel hieß. August Bruchwitz lebte von 1809 bis 1892 und war - über dessen Sohn Ferdinand (geboren 1840) - der Stammhalter meiner Bruchwitz-Linie, die seinen Ursprung in Vorpommern hatte. Von Beruf war August Bauer, wie auch sein Vater und Großvater es waren. Er bewirtschaftete einen Bauernhof in Heinrichswalde. Mit seiner Frau Caroline, eine geborene Agenz, hatte er drei Söhne, die hießen Ferdinand (geboren 1840 in Heinrichswalde in Vorpommern), Gustav Bruchwitz (geboren 1855), lebte später in Stettin und Wilhelm Bruchwitz (geboren 1865 in Hintersee/Vorpommern), später Stettin sowie fünf Töchter mit den Namen Amanda, später verheiratete Tetzner, Wilhelmine, Caroline, Auguste und Ulrike Bruchwitz, später verheiratete Benz.

Johann Friedrich Bruchwitz schrieb in einem Brief aus dem Jahr 1842 an seinen Bruder Johann Christoph (der 1806 nach Tating in Eiderstedt auswanderte), daß er vor "ungefähr 6 Jahren mit mehreren anderen Bauern und Büdnern" abbrannte. Weiter schreibt er, daß sich "das Dorf bedeutend verschönert hat, übrigens sind unsere Bauernhöfe abgelöst, und nun unser Eigentum, weshalb unser Dorf immer besser und schöner wird, da sich jeder Bauer soviel als möglich Mühe giebt, sein Eigentum zu verbessern". Johann Friedrich Bruchwitz und seine Frau Maria (Marie) hatten fünf Kinder. Die erstgeborene Tochter hieß Friederike (geboren am 20. 10. 1801). Am 16. 8. 1809 wurde mein Ururgroßvater August Wilhelm Daniel Bruchwitz in Heinrichswalde in Vorpommern geboren. Wie sein Vater war auch August Bauer in Heinrichswalde, und er wurde, nachdem der Hof "abgelöst" war, der Besitzer des Hofes. August Bruchwitz war verheiratet mit Caroline, geborene Agenz (1820 bis 1872). Die Eheleute hatten einen Sohn mit Namen Karl August Ferdinand Bruchwitz (geboren 1840 in Heinrichswalde), der mein Urgroßvater war. Ferdinand Bruchwitz war in zweiter Ehe verheiratet mit Jakobine, geborene Schumacher, die aus Stralsund stammte. Am 1. April 1885 heiratete der Witwer Ferdinand die Witwe Jakobine Berger, geborene Schumacher. Bald wurde deren Sohn Otto geboren. Mein Urgroßvater Ferdinand Bruchwitz war als Soldat an der Schlacht bei Königsgrätz in Böhmen im Juli 1866 beteiligt gewesen, und er nahm auch als Sergeant am Deutsch-Französischen Krieg in den Jahren 1870/1871 teil.


Vorfahren Schmoldt und der Zweig Billaud (Billau)

Im Ahnen-Portal Ancestry fand ich einen Jean Billaud, der um 1580 in Wicres, Region Nord-Pas-De-Calais, in Nordfrankreich geboren wurde. Er war wohl der Vater des gleichnamigen Sohnes Jean, der im Jahr 1620 in dem Dorf Wicres, unweit der Großstadt Lille, geboren wurde. Der 1620 geborene Jean Billaud wanderte um 1655 zunächst in die Pfalz aus, um dann später mit seiner Frau in die Uckermark (Nord-Brandenburg) weiterzuziehen.

Nach der Generation meines Urururgroßvaters Friedrich Ferdinand Schmoldt (1792 bis 1862, Stettin), der mir als mein Vorfahre seit längerem bekannt ist, wurden weitere Schmoldts in Kirchenbüchern von Mecklenburg, vor allem im Gebiet der Mecklenburgischen Seenplatte, entdeckt. So konnte Ferdinands Vater Joachim Friedrich Schmoldt (geboren 1762) und dessen Vater Martin Jacob (geboren 1736 in Alt Schwerin, nördliche Mecklenburgische Seenplatte) sowie dessen Vater - mein Ururururururgroßvater Daniel Schmoldt , der 1730 Eva Dorothea, geborene Brandt geheiratet hatte, in Kirchenbüchern ausfindig gemacht werden. Vor allem in den Orten Alt Schwerin und Nossentiner Hütte sowie in Retzow (Rechlin) konnten Schmoldts in den Kirchenbüchern gefunden werden. Ich habe unter anderem einen Hartwig Schmoldt entdeckt, der um das Jahr 1665 geboren wurde und aus dem Ort Dömitz an der Elbe stammte (Quelle: Kirchenbuch von Dömitz in Ancestry).

In meinen neueren Nachforschungen habe ich im Kirchenbuch der Evangelischen Kirche von Alt-Berlin, Pfarramtsbezirk Nikolaikirche, einen Peter Schmoldt - geboren um das Jahr 1560 ausgemacht. Laut Eintrag im Kirchenbuch der Evangelischen Nikolaikirche von Berlin hatte Peter Schmoldt eine Tochter mit Namen Anna, die am 23. Juli 1583 in der Nikolaikirche in Berlin-Mitte getauft worden war, Quelle: Kirchenbuch der Nikolaikirche in Berlin, Einsicht über Ancestry, Kirchenbücher Berlin, Taufen 1583-1639 digital, Seite 16. Der Vater des Peter Schmoldt war wohl Michael Schmoldt, der um das Jahr 1538 - wahrscheinlich noch im Lande Württemberg - geboren wurde. Jener Michael Schmoldt, der im Evangelischen Kirchenbuch von Kirchheim / Weilheim mit dem Nachnamen Smolt zu finden ist, war verheiratet mit einer Barbara, deren Geburtsname mir allerdings nicht bekannt ist. Die Eheleute hatten eine Tochter namens Agnes, die nachweislich am 14. April 1583 in Kirchheim, Weilheim unter der Teck in Württemberg, heute zugehörig zur Region Stuttgart, geboren wurde. Im Evangelischen Kirchenbuch von Kirchheim bzw. Weilheim sind jene Schmoldt über das Ancestry-Portal zu finden.

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Fußnoten: 1) Die Quelle dazu ist in dem Buch "Vollständiges Staats-, Post- und Zeitungs-Lexikon von Sachsen. Band 1", Zwickau 1814, von August Schumann, Verlag Gebrüder Schumann, zu finden, siehe die Ansicht in der Google-Buchsuche . In den alten Kirchenbüchern von Neustadt an der Orla (1550 bis 1650), die ins Staatsarchiv von Leipzig ausgelagert wurden, müßte es meines Erachtens den Namen Bruchwitz geben. Die würde einen Zusammenhang der Herkunft der Familien Bruchwitz mit dem Namen Bruchwitz bestätigen. Mit großer Wahrscheinlichkeit wurde der Urahn Christoffer Bruchwitz in dem Dorf mit dem damaligen Namen "Bruchwitz", dem heutigen Ortsteil Burgwitz oder einen Ort der in der Region liegt, geboren. Im Jahr 1640 herrschte in der Region von Neustadt an der Orla Krieg. Es war die Zeit des 30-jährigen Krieges, und die schwedischen Truppen kämpften gegen die Sachsen.

Mit dem Jahr 1551 begannen die Kirchenbücher des Dorfes Burgwitz. Der zuständige Pfarrbezirk des heutigen Ortsteils von Kospoda ist Neustadt an der Orla. Der folgende Link mit den Ortsverzeichnissen der evangelischen Kirchengemeinden von Thüringen zeigt die in einem von Karl Güldenapfel verfassten Ortsverzeichnis der jeweiligen Kirchengemeinden von A bis Z

2) Christoffer Bruchwitz heiratete am 6. Dezember 1719 seine Frau Elisabeth, eine geborene Lück in Vorpommern. Er starb am 1. September 1737 auf dem Burgwall bei Rothemühl. Seine Frau Elisabeth, die 90 Jahre alt geworden war, starb am 2. September 1772. Damit überlebte sie ihren Mann um sehr viele Jahre. Die Eheleute Christoffer und Elisabeth Bruchwitz hatten Töchter mit den Namen Regina und Christina sowie einen Sohn namens Johann Christoph, der am 5. November 1726 am Burgwall bei Alt-Rothemühl geboren worden war. Laut Brief meines Großvaters aus dem Jahr 1934 Otto Bruchwitz aus Berlin unterhielt Christoph Bruchwitz eine Unterförsterstelle bzw. Heideläuferstelle, die bald dessen Schwiegersohn mit dem Nachnamen Wicht übernahm. Johann Christoph heiratete am 26. Oktober 1751 Anna Catharina Tobesing. Die Ehe war, wie es in der Überlieferung heißt, anscheinend kinderlos und wurde bald (1754) geschieden (Brief aus dem Jahr 1934: Otto Bruchwitz an seine Tante Amanda Tetzner). Im Jahr 1755 oder 1756 heiratete er Dorothea Elisabeth, eine geborene Tegge. Am 6. September 1756 wurde die Tochter Dorothea Elisabeth geboren. Christoph Bruchwitz, der zunächst den Beruf des Stabschlägers (Forstarbeiter) ausgeübt hatte, zog nach dem Jahr 1756 in das von Rothemühl nicht weit entfernte Dorf Heinrichswalde. Dort war er dann als (Halb-) Bauer (auch Kossät genannt) tätig. Christoph Bruchwitz, der im Kirchenbuch auch mit dem Nachnamen Brockwitz erwähnt wurde, starb am 11. Dezember 1774 in Burgwall bei Alt-Rothemühl. Im Jahr 1774 wurde der Bauernhof abgelöst; das bedeutete, daß der Hof nun, nachdem Abgaben geleistet wurden, in den Besitz des Christoph Bruchwitz kam. Seine Frau Elisabeth starb am 21. 3. 1795 im Alter von 65 Jahren.

Digitale Version ab 10/2000 - 2000er Jahre bis 2018 . Heiner Bruchwitz . Aktualisierung des Vorwortes am 21. Juli 2018


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