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Die Eltern und Großeltern des Johann Friedrich Bruchwitz aus Heinrichswalde in Vorpommern

Die Familienchronik beginne ich mit den Vorfahren meines Familienzweiges Johann Friedrich Bruchwitz, ein Urururgroßvater aus meiner Sicht. Er wurde in Heinrichswalde in Vorpommern geboren und er lebte von 1769 bis 1846. Johann Friedrich war ein Sohn des Johann Christoph Bruchwitz aus Vorpommern.

Ursprünglich stammte die Famlilie Bruchwitz aus dem Sächsischen, wohl aus dem ehemaligen Herzogtum Sachsen-Weimar. In der Region des heutigen Ost-Thüringen, welche früher einmal zu Sachsen gehörte, gibt es einen Ort mit dem Namen Kospoda, nahe von Neustadt an der Orla. Ein Ortsteil von Kospoda heißt heute Burgwitz und hieß vor ein paar hundert Jahren einmal - als selbständiger Ort "Brochwitz" und auch "Bruchwitz". Ich gehe davon aus, daß in jener Gegend vor mehreren Jahren einmal die Urahnen Bruchwitz gelebt hatten.

Die in der folgenden Familienchronik beschriebenen Bruchwitz-Vorfahren stammten aus Vorpommern.

Der Vorfahre Christoffer Bruchwitz bildete da eine Ausnahme. Er starb im Jahr 1737 in Vorpommern, wurde jedoch - in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts - um 1680 in einem Ort in Sachsen geboren, wohl im damaligen Herzogtum Sachsen-Weimar.

Im Bürgerbuch der Stadt Erfurt , 1670-1760 - Band 37, Seite 453 ist zu lesen, daß ein Toffel Bruchwitz vorm Johannistor (Johannisvorstadt) in Erfurt wohnte. Für das Jahr 1711 (15.1.) gibt es im Bürgerbuch zu Bruchwitz einen Eintrag. Ein Bruchwitz, mit Vornamen Toffel (Christoffel) war zu diesem Zeitpunkt ansässig im Wohnbezirk der Augustinergemeinde (JOH. EX.), wohnhaft vor dem Johannistor. JOH. EX. bedeutet, dass das Gebiet außerhalb des Johannistores im Norden der Stadt liegt. Über den Namen eines Gottfrid Botha, der im Register des Bürgerbuches aufgeführt ist, wurde geschrieben, daß dieser bei Toffel Bruchwitz vor dem Johannistor wohnte. Meine Recherche über den Wohnbezirk "Johannistor" bei Erfurt hatte ergeben, daß alle Personen, die dort wohnten, größtenteils aus der Gegend von Erfurt, Gotha und Weimar (Weimarer Land) herstammten. Der Untermieter von Toffel Bruchwitz stammte übrigens aus dem Ort Berlstedt, nördlich von Weimar gelegen.

Christoffer Bruchwitz wanderte bald nach dem Jahr 1711 über die Stadt Erfurt nach Burgwall bei Rothemühl in Vorpommern aus. Im Jahr 1719 heiratete Christoffer seine Frau Elisabeth, eine geborene Lück. Im Kirchenbuch von Ferdinandshof (Vorpommern) fand ich im Jahr 1991 Einträge zu dem Namen Bruchwitz.

Abb.: Bruchwitz-Ahnen auf dem Gedenkstein des Rothemühler Friedhofs mit dem

Bruchwitz-Zweig des Michael Heinrich Bruchwitz


Die Urahnen Bruchwitz aus Rothemühl und Heinrichswalde in Vorpommern

Christoffer Bruchwitz war der erste Bruchwitz, der in Vorpommern siedelte. Das war um das Jahr 1711. Christoffer heiratete 1719 Elisabeth, geborene Lück.

Das Jahr 1720: Die kleine Siedlung Burgwall gehörte seinerzeit zum Ort Alt-Rothemühl. Dort wurde seinerzeit ein Bethaus eingerichtet, und das Dorf unterhielt eine eigene Pfarrei. Alt-Rothemühl und Burgwall gehörten zum Amt Torgelow. In der "Gründerzeit" wohnten am Burgwall neun Siedler. Dazu gehörten Christoffer Bruchwitz mit Frau Elisabeth, geborene Lück und deren Kinder. Sie hatten zwei Töchter - Maria Christina (geboren 1720) und Regina (geboren 1722) sowie einen Sohn mit Namen Johann Christoph (geboren am 5.11.1726) - Quelle: Kirchenbuch von Ferdinandshof und FamilySearch.org . Christoffer Bruchwitz wurde auf Burgwall (Borgwall) bei Rothemühl geboren. Seine beiden älteren Schwestern, die in dem Internetportal "FamilySearch" unter dem Nachnamen "Brugwitz" zu finden sind, wurden wohl auch am Burgwall bei Rothemühl geboren. Christoffer Bruchwitz unterhielt am Burgwall eine "Königliche Unterförsterstelle".

Am 6. Dezember 1719 heiratete Christoffer Bruchwitz seine Frau Elisabeth, geborene Lück. Im Kirchenbuch der seinerzeit zuständigen evangelischen Kirchengemeinde in Ferdinandshof wurde anstatt des Namens Christoffer Bruchwitz der Name des ältesten Sohnes Christian mit dem Nachnamen Brockwitz eingetragen.


Zu meinem Urahnen Christoffer Bruchwitz:

Christoffer Bruchwitz

Verwandtschaft: Urururururgroßeltern

Geburtsort: unbekannt bzw. nicht gesichert / wahrscheinlich lag der Geburtsort in Sachsen oder Sachsen-Weimar.

Bekenntnis: evangelisch-lutherisch / protestantisch

Geburtsdatum: Christoffer Bruchwitz wurde um das Jahr 1675 geboren

Beruf: Heideläufer (Hegeläufer) und Forstarbeiter (Stabschläger)

Wohnort: Burgwall bei Rothemühl (früher Alt-Rothemühl) in Vorpommern

verheiratet mit Elisabeth, geborene Lück

gestorben am 1. September 1737, am Burgwall bei Rothemühl

Kinder: zwei Töchter mit Namen Maria Christina (geboren am 12.8.1720) und Regina (geboren am 14.5.1722), und einen Sohn Johann Christoph (geboren 5.11.1726). Quellen: siehe die Portale Ancestry und Family Search.

Bemerkung: der Burgwall ist eine Anhöhe nahe Rothemühl; die alte Schreibweise ist Borgwall, die Erhebung wurde auch einmal als "Karrenberg" benannt.

Zur Berufsangabe (Herkunft des Namens): Der Name Heideläufer ist vergleichbar mit einem niederen Forstbediensteten, der sein Waldrevier untersuchend begeht. Ab Mitte des 16. Jahrhunderts bis Anfang des 18. Jahrhunderts wurde mit Forstordnungen die Nutzung der Wälder bestimmt. Heideläufer, auch Unterförster genannt, wurden für kleinere Forstreviere eingesetzt und waren tätig im Auftrag einer Forst- und Finanzverwaltung. Das Wort Stabschläger ist eine alte Bezeichnung für Holzfäller bzw. Wald- und Forstarbeiter.


Elisabeth Bruchwitz, geborene Lück (1682 bis 1772)

Geburtsort: vermutlich ein Ort in Vorpommern

Geburtsdatum: im Jahr 1682

Bekenntnis: evangelisch

Wohnort im Jahr 1720: Burgwall bei Rothemühl in Vorpommern

verheiratet mit Christoffer Bruchwitz (gestorben 1737, Burgwall, Rothemühl)

Eheschließung am 6. 12. 1719

gestorben am 2. 9. 1772

Alter: Elisabeth wurde ca. 72 Jahre alt

Kinder: zwei Töchter (Maria Christina, (geboren 12. August 1720) und Regina (geboren 14. Mai 1722), ein Sohn Johann Christoph (geboren 1726, Burgwall, Rothemühl, Vorpommern.

Elisabeth Bruchwitz überlebte ihren Mann um 35 Jahre.


Verwandtschaft: Ururururgroßeltern

Zweige: Bruchwitz und Lück

Johann Christoph Bruchwitz (genannt Christoph)

Geburtsort: Burgwall bei Rothemühl

Geboren am 5. November 1726 am Burgwall bei Rothemühl

Bekenntnis: evangelisch

Beruf: Zunächst Waldarbeiter, ab 1756 Bauer

Herkunft der Vorfahren: Vorpommern und Sachsen

Wohnort: Heinrichswalde in Vorpommern

Eheschließung: 1751 in 1. Ehe; 1756 in 2. Ehe mit Dorothea Elisabeth, geb. Tegge verheiratet

gestorben am 11. 12. 1774 - Burgwall bei Alt-Rothemühl

Im Kirchenbucheintrag zu seinem Tode wird er namentlich verwechselt mit seinem ältesten Sohn Christian Bruchwitz (geboren 1760)

Alter: Johann Christoph wurde 47 Jahre alt. Seine Ehefrau überlebte ihn um 20 Jahre

Kinder: Dorothea ( die Erstgeborene, 1756), Euphrasina (geboren 1759), dann die Söhne Christian (geboren 1760), Michael Heinrich (geboren 1764), Johann Friedrich (geboren 1769), Joh. Christoph (geboren 1772), und die jüngste Tochter Christina, die im Jahr 1837 gestorben war. Christina Bruchwitz heiratete den Johann Gilbert, und Johann Christoph (der Jüngere), geboren 1772, wanderte um das Jahr 1805 nach Tating (Eiderstedt) in Schleswig-Holstein aus.

Die Eltern von Johann Christoph (dem Älteren) waren Christoffer Bruchwitz und Elisabeth, geborene Lück.

Pfarrgemeinde: Alt-Rothemühl und Burgwall waren in alter Zeit selbständige Kirchengemeinden.

Stichwort: Johann Christoph und seine Frau Elisabeth begründeten die vier Zweige (Linien) der Familien Bruchwitz

Aus seinem Leben: Die erste Ehe mit Anne Catharina, geborene Tobesing, war kinderlos und wurde bald geschieden. Aus Joh. Christophs zweiter Ehe gingen sechs Kinder hervor. Der Sohn Johann Friedrich (geboren im Jahr 1769) ist mein direkte Vorfahre. Johann Christoph (der Ältere) ist der Stammvater der vier Linien Bruchwitz. Johann Christoph unterhielt in den 1740er Jahren eine Unterförsterstelle und war als Waldarbeiter (alte Bezeichnung: Stabschläger) beruflich tätig. Um das Jahr 1756 übernahm er einem Bauernhof, den er als sogenannter Halbbauer betrieb. Erst Anfang der 1770er Jahre konnte der Hof abgelöst werden. In einem sogen. Hofbrief (eine Urkunde betreffs Verleihung und Verpachtung und über das Rechtsverhältnis von Bauerngütern) wurde beurkundet, daß der Bauernhof von da an sein Eigentum wurde.

In dem" Heimatbuch - der Kreis Ueckermünde bis 1945 - ein pommersches Heimatbuch" von Manfred Vollack, Hamburg 1981, wird zum Thema "Hofbrief" ein Christoph Brockwitz erwähnt. Gemeint war unser Vorfahre Johann Christoph Bruchwitz. Die Verwechslung von Bruchwitz / Brockwitz stammt aus den ersten Kirchenbucheinträgen des Pfarramtes von Ferdinandshof. Dort wurde bereits der Urahne Christoffer Bruchwitz mit Christian Bruchwitz (Brockwitz) verwechselt. 


Verwandtschaft: Ururururgroßeltern

Dorothea Elisabeth Bruchwitz, geborene Tegge

Geburtsort: ein Ort in Vorpommern

Bekenntnis: evangelisch

Geboren um das Jahr 1730

Herkunft der Vorfahren: Pommern

Wohnort: Heinrichswalde in Vorpommern

verheiratet mit Johann Christoph Bruchwitz (geboren 1726)

gestorben am 21. 3. 1795

Alter: Dorothea Elisabeth wurde etwa 65 Jahre alt

Eheschließung: 1755 oder 1756

Kinder: Dorothea (geboren 1756), Euphrasina (geboren 1759), Christian (geboren 1760), Michael Heinrich, Johann Friedrich (geboren 1769), Johann Christoph, Christina Bruchwitz.

Dorothea Elisabeth Bruchwitz, geborene Tegge, war die Stamm-Mutter der vier Bruchwitz-Zweige, und sie begründete mit ihrem Ehemann Christoph der vier Bruchwitz-Linien mit den Söhnen Christian (geboren 1760), Michael Heinrich (geboren 1764), Johann Friedrich (geboren 1769) und Johann Christoph Bruchwitz (geboren 1772).


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