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Georg von Bruchwitz

der im Jahr 1598 in Berlin-Cölln und 1600 in Stettin gewesen war

Georg von Bruchwitz wurde um das Jahr 1550/55 in Niederschlesien geboren, und er starb im Jahr 1605. Bis Anfang der 1590er Jahre wohnte er in der schlesischen Region von Nimptsch.

Als pommerscher Rat stand er in Diensten des Herzogs von Pommern Johann Friedrich. Zu seinen Bekannten am herzoglichen Hof gehörte auch der pommersche Rat Wilhelm von Kleist, der Landvogt von Stolp und Schlawe in Pommern gewesen war.

Georg von Bruchwitz nahm im Februar 1598 an der Trauerfeier anläßlich des Begräbnisses des Kurfürsten Johann Georg von Brandenburg (1525 bis 1598) teil. In der Literatur wurde die sogenannte Leichenprozession in der Auflistung vieler Teilnehmer von Andreas Angelus (Engel) aufgeschrieben. Unter den Teilnehmern waren Kurfürsten, Markgrafen, Grafen, andere Adlige und Gesandte. In der ursprünglichen Schrift, siehe Fußnote 1), 2), findet man auf der Seite 448 den Eintrag mit Wilhelm Kleist und Georg von Bruchwitz, die das "junge Fräulein aus Sachsen", Prinzessin Katharina Ursula von Sachsen- Lauenburg, begleiteten. An dieser Stelle eine Vorschau des Orginaltextes von Andreas Engel (Angelus), der in seinem Buch über die Geschichte des Landes Brandenburg den Ablauf der Trauerfeier für den Kurfürsten von Brandenburg Johann Georg I. aus dem Jahr 1598 sehr detailiert beschrieben hatte.

Das Begräbnis des Kurfürsten Johann Georg von Brandenburg war Anfang Februar des Jahres1598 (dessen Tod am 18. Januar 1598). Der Autor des Buches über die Geschichte in Brandenburg, Andreas Angelus (Engel), starb im August des Jahres 1598. In der Zeit des 16. Jahrhunderts und vorher war es üblich, den Titel eines Buches in der lateinischen Schrift wiederzugeben. Der weitere Text ist dann in deutscher Sprache geschrieben.

Als Teilnehmer anläßlich der Trauerfeier des Kurfürsten von Brandenburg war Georg von Bruchwitz im Februar 1598 in Berlin-Cölln an der Spree ebenso zugegen wie auch Thomas Knesebeck von dem K. (geboren 1559, † 1625 auf Schloß Tilsen in der Altmark), Wolf Ernst von Wolframsdorf, wohnhaft auf dem Schloss Crossen (Altmark), von Beruf Hauptmann und der Graf Ernst von Mansfeld, der spätere Söldner- und Heerführer im Dreißigjährigen Krieg. Es kamen bedeutende Persönlichkeiten und prominenter Adel aus Deutschland (Sachsen, Pommern, Brandenburg) zur Trauerfeier. Die Prinzessin Katharina Ursula von Sachsen-Lauenburg (1580 bis 1611) war die Tochter aus erster Ehe des Herzogs Franz II. von Sachsen-Lauenburg (1547-1619). Ihre Mutter war Margaretha (1553 bis 1581) aus Wolgast, Tochter des Herzogs Philipp I. von Pommern. Ihr Bruder war August, Herzog von Sachsen-Lauenburg, (1577-1656).

Am 17. Februar 1600 in der Schloßkirche von Stettin nahm anlässlich der Trauerfeier des Herzoges von Pommern Johann Friedrich auch ein Abgesandter mit dem Namen Georg Bruchwitz teil, zusammen mit adeligen Personen, deren Familienmitglieder und Kurfürsten. Georg (von) Bruchwitz begleitete damals das zehnjährige Mädchen Magdalena von Eberstein (1588-1663), eine Tochter des Grafen Wolfgang von Eberstein, (1538-1592) beim Trauerzug des Herzogs von Pommern, Johann Friedrich. Magdalena von Eberstein (Everstein) hatte später Ernst von Putbus (1580-1615) geheiratet. Magdalena war eine Tochter von Wolfgang von Eberstein , der von 1538 bis 1592 lebte. Dieser war verheiratet mit Anna Gräfin zur Lippe. Wolfgang Everstein war ein Sohn des Grafen Georg Casper von Eberstein . Die Trauergäste kamen, so konnte ich es in der Teilnehmerliste lesen, vor allem aus den Ländern Brandenburg, Mecklenburg, Sachsen und Pommern. Auch Hofbeamte (Anmerkung: Diplomat bzw. Gesandter) des Herzogs von Pommern aus Stettin waren zugegen. Fußnote 3)

Weitere Personen, die als Begleitperson der Trauergäste fungierten, waren Personen von Adel wie August Moritz von Röbel (Roebel), Joachim von Zitzewitz aus Muttrin, Gerd (Gerhard) Manteuffel (ca. 1560 bis 1622), Jürgen Pirche (Hauptmann), R. Molzan, Wilcke Manteuffel, Henning Ubesche und Joachim Rekow. Die Begleiter der Trauergäste kamen, so entnehme ich es der Teilnehmerliste, vor allem aus Brandenburg, Sachsen, Mecklenburg, Pommern. Darunter waren auch Hofbeamte des Herzogs von Pommern-Stettin.

In jener Zeit, als Herzog Johann Friedrich in Pommern und der Kurfürst Johann Georg von Brandenburg herrschten, war in England Königin Elisabeth I. (1533-1603) an der Macht.

Anmerkung: Der Orginaltext des Buches von Andreas Engel (Angelus) über die Geschichte von Brandenburg aus dem Jahr 1598 war "Annales Marchiae Brandenbvrgicae das ist Ordentliche Verzeichnuß vnd beschreibung der fürnemsten vnd gedenckwirdigsten Märckischen Jahrgeschichten vnd Historien, so sich vom 416. Jahr vor Christi Geburt, bis auffs 1596. Jahr im Chufürstenthumb Brandenburg, vnd dazu gehörenden Landen vnd Herrschafften, von jahr zu Jahr begeben vnd zugetragen haben. Aus vielen glaubwirdigen Scribenten vnd Büchern, auch aus bewerten vrkunden vnd vielen alten monumentis, zusammen getragen vnd beschrieben. Auch mit vielen Bildnüssen vnd Figuren gezieret, vnd mit einem vollkommenen vnd richtigem Register verfasset".

Quellen:

1) Schrift von Andreas Angelus (Engel) mit dem langen, ursprünglich in lateinischer Sprache verfassten Titel "Anales Marchiae Brandenburgicae, das ordentliche Verzeichnis und Beschreibung der fürnemsten und gedeckwirdigsten Märkischen Jahrgeschichten und Historien, so sich vom 416. Jahr vor Christi Geburt bis aufs 1596 Jahr zugetragen haben"

2) Sekundärliteratur - "Allgemeine Preußische Staatsgeschichte, Neuere Geschichte Brandenburg", Bände 3 bis 4, von Dr. Carl Pauli, Verlag und Druck Christoph Peter Franckens, 1762.

3) Personalien und Leichen-Prozessionen der Herzöge von Pommern und ihren Angehörigen aus den Jahren 1560 -1663, Ulrich von Behr- Negendank-Semlow, Julius Bohlen-Bohlendorf. 31.12.1868.

Anmerkung: Was den Orginaltitel des Buches von Andreas Angelus aus dem Jahr 1598 betrifft, so gibt es im Text des Titels einen Fehler bei der Jahreszahl. Dort steht das Jahr 1596. Im Inhalt des Buches sind allerdings Ereignisse bis zum Jahr 1598 aufgeführt.

Aktualisierung dieser Seite am 19. August 2018



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